ThMe-40/14

LEBENSWERTE ARCHITEKTUR
Das Glashaus am Carmel von Theodor Menkes.

Der junge in Wien ausgebildete Architekt Theodor Menkes, der sich wohl 1933 auf einer Studienreisedurch Deutschland dazu entschloss nach Palästina zu emigrieren, siedelte sich 1934 in Haifa an. Ererhielt bereits kurz nach seiner Ankunft Aufträge, Wohnhäuser zu bauen. In seinen Planungen soller darauf bestanden haben, dass man von den Häusern aus einen Blick auf Meer und Berge habenkonnte.

Eines seiner im Viertel Hadar am Berg Carmel gelegenen Häuser ist das Glashaus, das er 1940/ 41errichtete. Ursprünglich als ein Gästehaus geplant, hat sich die Typologie des Gebäudes bis heuteerhalten. Die relativ kleinen Laubengang Wohnungen von nur etwa 35 Quadratmetern werden meistvon Singles oder jungen Paaren genutzt. Die ehemalig vorgesehenen Freizeiträume, ein Tennisplatzauf dem Dach und ein Schwimmbad im Innenhof und die gemeinschaftliche Terrasse verfielenungenutzt über die Zeit.

Nachdem recht wenig Quellenmaterial zu diesem Haus zu finden ist, versucht dieses Projektzunächst aus der Entfernung Kontakt mit den Bewohnern dieses Hauses aufzunehmen. Unzählige Briefe, Webannoncen und Telefonanfragen aus Weimar entfachen langsam dieNeugier der sonst recht isoliert in ihren Wohnungen lebenden Parteien. Und als dann nochein kleines studentisches Kamerateam zu einem Gespräch auf der Terrasse des Hauses selbst einlud,fühlten sich die Hausbewohner angezogen, beantworteten Fragen zum Haus, zeigten einanderihre Wohnungen und ganz am Ende des Treffens, stellten sich die Bewohner einander vor undversprachen sich von nun an, solche Gespräche auf der Terrasse zu wiederholen. Es bedurfte nurrecht einfacher Mittel, dieses Engagement wieder zu wecken.

Ein Projekt von:

Tim Mahn (tim.mahn@uni-weimar.de)

zum Film (passwortgeschützt)